In sechs Gemeinden war der 15. August bisher kein Feiertag - ist es aber ab diesem Jahr. Zwei Kommunen dagegen verlieren ihren Feiertagsstatus, der kommende Freitag ist ein ganz normaler Werktag bei ihnen. Kompliziert? In der Tat. Und das liegt nicht einmal an der theologischen Komplexität des Feiertags, denn eine handfeste biblische Grundlage gibt es gar nicht für eine Aufnahme Mariens in den Himmel, so der offizielle Titel des katholischen Hochfestes.
Ob der 15. August in der jeweiligen Kommune ein Feiertag ist, hängt davon ab, ob es mehr Katholiken oder Protestanten gibt. Bislang dienten als Grundlage hierfür Daten des Zensus 2011. Ab diesem Jahr aber gelten die Infos aus dem Zensus 2022. Das bedeutet: In Seßlach (Landkreis Coburg) und in Marktschorgast im oberfränkischen Landkreis Kulmbach gibt es inzwischen mehr Mitbürgerinnen und Mitbürger evangelischer Konfession als Katholiken. Der Feiertag ist also weg.