Der krisengeschüttelte Wohnmobil- und Wohnwagenhersteller Knaus Tabbert hat deutliche Einbußen bei Umsatz und Ergebnis verbucht. Nach vorläufigen Zahlen sackte der Umsatz um rund ein Viertel auf 1,1 Milliarden Euro, wie das Unternehmen aus dem niederbayerischen Jandelsbrunn mitteilte.
Auch beim Ergebnis ging es steil nach unten. Zahlen zum Gewinn nannte Knaus Tabbert bisher nicht, das operative Ergebnis - genauer gesagt das vorläufige bereinigte Ebitda - sackte allerdings von 124 Millionen auf 28 Millionen Euro ab.
Als Hauptgrund für den Umsatzeinbruch nannte Knaus Tabbert eine Produktionspause von mehr als zwei Monaten im vergangenen Jahr, mit der das Unternehmen auf hohe Lagerbestände reagiert hatte.
Beim Ergebnis berief sich Knaus Tabbert auf Folgen des geringeren Umsatzes, Kosten für Absatzförderung, Risikovorsorge und Wertberichtigungen. Als Reaktion auf die Probleme hat das Unternehmen den Personalbestand seit vergangenem Herbst nach eigenen Angaben um 15 Prozent reduziert.
Im laufenden neuen Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen weiteren, wenn auch leichten Rückgang beim Umsatz auf rund 1 Milliarde Euro. Beim Ergebnis soll es allerdings wieder ein Stück aufwärtsgehen: Die in Aussicht gestellte Marge würde grob eine Verdoppelung bedeuten.