Bayerns Flüsse sind im Frühling und Sommer beliebt bei Paddlern und Bootsfahrern - doch mancherorts gibt es Streit um die Frage, ob Kanus, Kajaks und Stand-Up-Paddleboards auf den Flüssen erlaubt sein sollen. Grund für die Konflikte sind Naturschutz und Sicherheitsbedenken.
Als besonders romantische Strecke für Paddler, Kanu- und Kajakfahrer gilt die Wiesent in der Fränkischen Schweiz. Das zuständige Landratsamt Forchheim erlaubt, den Fluss zwischen Mai und September mit dem Boot zu befahren. Der Bund Naturschutz (BN) klagt seit 2021 beim Verwaltungsgericht Bayreuth gegen die Schifffahrtserlaubnis der Landkreisbehörde. Eine Entscheidung des Gerichts gibt es bislang nicht.
«Wir sind nicht einverstanden damit, wie es derzeit läuft», sagt ein Sprecher des BN-Kreisverbands Forchheim. Man sehe den Bootsverkehr auf der Wiesent in seiner jetzigen Form als eine zu starke Belastung für Flora und Fauna. Vor allem um die Vogelpopulation und die Unterwasservegetation machen sich die Naturschützer Sorgen.