Mit massiven Absperrungen, verstärkten Polizeikontrollen und kommunalen Sicherheitsdiensten wollen Bayerns Städte auf den bald beginnenden Weihnachtsmärkten Anschläge verhindern. Die Sicherheitskonzepte seien in den vergangenen Jahren überarbeitet, aktualisiert und verstärkt worden, teilten mehrere Städte im Freistaat auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.
Vor gut einem Jahr war ein Mann mit einem 340 PS starken Mietwagen über den Weihnachtsmarkt in Magdeburg gefahren und hatte sechs Menschen getötet und mehr als 300 zum Teil schwer verletzt. Am Montag hat der Prozess gegen den Angeklagten aus Saudi-Arabien begonnen. Die Tat hatte für Diskussionen über die Sicherheit auf Großveranstaltungen wie Volksfesten oder Weihnachtsmärkten gesorgt und Städte dazu veranlasst, ihre Sicherheitskonzepte zu überarbeiten.
«Wir sehen keine konkrete Gefahr, es gibt keine konkreten Hinweise auf irgendwelche Anschlagspläne, auch keine Drohungen», sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Dienstag im Interview mit dem Radiosender Bayern 2 mit Blick auf die Weihnachtsmärkte, die in den meisten bayerischen Städten Ende November losgehen. «Aber es gibt natürlich immer eine abstrakte Gefahr, ein gewisses Grundrisiko.»