Auf den großen Abflugtafeln des Münchner Flughafens werden wie gewohnt die Gates der nächsten Maschinen angezeigt. Im gedeckten Kostüm ziehen Mitarbeiterinnen die Bordkarten über den Scanner, der piepsend den Weg zur Gangway freigibt. Doch abfliegen werden die Passagiere im Terminal 1 diesmal nicht: Es sind Komparsen, die in die Rolle von Reisenden geschlüpft sind - damit bei der Inbetriebnahme des neuen Flugsteigs im nächsten Jahr alles glattläuft.
Die langen Stuhlreihen im Wartebereich sind zum Teil noch mit Plastikfolien abgedeckt, kleine Hütchen stehen auf dem Boden, manche Wände sind nur provisorisch. Doch die Abläufe und technischen Systeme werden bereits jetzt überprüft, wie Projektmanager Philipp von Gablenz erläutert. Das betreffe sämtliche Bereiche, vom Boarding über die Gepäcklogistik bis hin zur Passagierführung. Auch Notfallszenarien würden auf diese Weise simuliert.