An der Zugspitze geht just einen Tag vor dem Welttag des Gletschers (21. März) eine Ära zu Ende: Dort wird der letzte auf einem Gletscher gebaute Lift in Deutschland abgebaut. Am Freitagnachmittag wurde mit dem Rückbau des Plattlifts auf dem Nördlichen Schneeferner begonnen.
Eine kleine Sprengladung durchtrennte nach Ende des Skibetriebs die Seile des Lifts, sodass die Stützen umfallen konnten. Diese standen lediglich auf dem Eis des Nördlichen Schneeferners und hatten kein Fundament im Boden. «Wir sind mit der Aktion sehr zufrieden. Es hat so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt haben. Es hat lediglich ein paar manuelle Handgriffe gebraucht», sagte die Sprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn, Laura Scharper.
Der 1967 eröffnete Schlepplift war zuletzt zwei Winter lang außer Betrieb gewesen. Grund ist der massive Gletscherrückgang: Die Piste und vor allem der Ausstieg waren durch das Abschmelzen des Eises immer steiler geworden. Was früher eine leichte, blau markierte Abfahrt war, entwickelte sich zu schwierigem Gelände. Zudem hingen die Seile durch das Absinken des Untergrunds zu hoch.