Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) lehnt eine Begrenzung des Anteils von Kindern mit Migrationshintergrund an Schulen strikt ab. «Wir setzen in Bayern auf Integration und nicht Separation», sagte Stolz. «Eine Migrationsquote an unseren Schulen ist schon organisatorisch gar nicht umsetzbar, aber darüber hinaus auch das falsche Signal.» Alle Kinder und Jugendlichen hätten ein Recht auf Bildung, unabhängig von ihrer Herkunft.
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte sich zuletzt auf Nachfrage offen für die Idee einer solchen Obergrenze gezeigt. «Das ist ein denkbares Modell», sagte sie in der Sendung «Politikergrillen mit Jan Philipp Burgard» bei Welt TV. Burgard hatte die CDU-Politikerin mit Verweis auf das Beispiel Dänemark nach ihrer Meinung zu einer solchen Beschränkung gefragt. Die CDU-Politikerin, die wegen der Zuständigkeit der Länder für die Schulen allerdings nur Empfehlungen aussprechen kann, schränkte aber ein, dass es entscheidend sei, dass Kinder, wenn sie in die Schule kämen, Deutsch könnten.