Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) hat ein Maßnahmenpaket vorgestellt, mit denen sie die bayerischen Lehrkräfte von Bürokratie entlasten will. Dazu gehöre eine Neugestaltung der Kommunikation zwischen Ministerium und Schule, eine Reduzierung der statistischen Abfragen um ein Drittel, die vorübergehende Aussetzung und spätere Neukonzeption der externen Evaluation und eine Erleichterung der Abrechnung von Mehrarbeit schon ab dem ersten Monat, teilte das Ministerium mit.
«Diese Eckpunkte sind als ein erster Schritt im groß angelegten Entbürokratisierungsvorhaben des Freistaats für seine Schulen zu verstehen», hieß es. Die Lehrkräfte klagen schon lange, dass zu viel Arbeitszeit für Verwaltungsarbeiten draufgehe, die dann bei der pädagogischen Arbeit fehle.
Stolz hatte deswegen Vorschläge sammeln lassen, wie die Schulen mehr Freiräume bekommen könnten. «Nicht alles, was einmal eingeführt wurde, muss auch heute noch unbedingt nötig sein», betonte sie. Rund 80 Prozent der Vorschläge könnten nach erster Einschätzung sofort oder im Laufe der Legislaturperiode auf den Weg gebracht werden.