Der erste Jahrgang des neuen neunjährigen Gymnasiums (G9) startet am Mittwoch mit den Abiturprüfungen. Für rund 29.000 Schülerinnen und Schüler in Bayern geht es damit in die finale Phase ihrer Schullaufbahn. Im vergangenen Jahr waren es nur circa 5.900 gewesen - durch die Umstellung vom achtjährigen Gymnasium (G8) war der Jahrgang nahezu «ausgefallen». Nur Wiederholer, Überflieger und junge Menschen, die die Mittelstufe plus beziehungsweise eine Einführungsklasse besucht hatten, legten 2025 in ausgewählten «Auffangnetzschulen» ihre Reifeprüfung ab.
Heuer kann das Abitur wieder wie gewohnt an allen öffentlichen und staatlich anerkannten Gymnasien, an Kollegs und Abendgymnasien abgelegt werden. Unverändert bleibt auch, dass die Prüfungen in fünf Fächern erfolgen: drei davon schriftlich, zwei mündlich. Allerdings haben die Kandidatinnen und Kandidaten im Gegensatz zu ihren Vorgängerinnen und Vorgängern im G8 mehr Freiheiten bei der Wahl ihrer Prüfungsfächer.
In den Augen von Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) ist dies eine echte Errungenschaft: «Damit ist unsere neue Oberstufe etwas ganz Besonderes.» Die Schülerinnen und Schüler könnten nach ihren individuellen Talenten und Interessen Schwerpunkte setzen.