Nach einer zwölfmonatigen Tarifauseinandersetzung ist für die rund 300 Servicekräfte des Universitätsklinikums Regensburg eine Tarifeinigung erzielt worden. Das Ergebnis stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der jeweiligen Gremien von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite, sagte Robert Hinke von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi der Deutschen Presse-Agentur. Die Gewerkschaft werde ihre Mitglieder zu einer Urabstimmung über die Übereinkunft aufrufen.
Im Kern sei vereinbart worden, bis 2027 schrittweise eine Angleichung der bisher ohne Tarifvertrag tätigen Servicekräfte, die etwa OP-Säle reinigen, an den Tarifvertrag der Länder zu erreichen. Auch die Berufserfahrung der Beschäftigten werde berücksichtigt. Eins bisher als Urlaubsgeld ausgezahlte Sonderleistung soll künftig als Weihnachtsgeld gezahlt werden und schrittweise auf 2000 Euro steigen.
«Wir haben jetzt eine Referenz mit Ausstrahlungskraft», sagte Hinke. An Universitätskliniken in Erlangen, München und Würzburg stünden Tarifverträge noch aus. Dafür wolle die Gewerkschaft nun kämpfen. An der Universitätsklinik Augsburg hingegen seien die Servicekräfte ohnehin im Tarifvertrag der Länder eingegliedert.