Die Metall- und Elektroindustrie bildet nach jahrelanger Krise erheblich weniger Lehrlinge aus: Im vergangenen Jahr schlossen die Unternehmen des wichtigsten Industriezweigs in Bayern 13.398 Ausbildungsverträge ab, im Vergleich zum Vorjahr ein starker Rückgang um knapp 11 Prozent. In diesem Jahr erwarten die beiden Arbeitgeberverbände bayme und vbm weiter sinkende Zahlen mit einem Minus von acht Prozent. Die beiden Verbände führen das nicht nur auf die schlechte wirtschaftliche Lage zurück, sondern auch auf den demografischen Wandel.
Geringerer Rückgang in anderen Wirtschaftszweigen
Zur Metall- und Elektroindustrie gehören viele bekannte Unternehmen: Siemens, BMW, Audi, MAN oder der Autozulieferer Schaeffler ebenso wie die in Bayern ansässigen Airbus-Standorte, der Triebwerkshersteller MTU und der Traktorenhersteller Fendt. In anderen Wirtschaftszweigen wie dem Handwerk ist der Rückgang der Ausbildungszahlen sehr viel weniger ausgeprägt: Branchenübergreifend ist die Zahl der neuen Lehrverträge im Freistaat um lediglich 1,1 Prozent auf 84.687 gesunken, wie Brossardt berichtete. Stichtag war der 30. September.
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