Die Tarifparteien der Metall- und Elektroindustrie haben bei ihrer dritten Tarifrunde - zumindest in Bayern - in einigen Punkten eine Annäherung erzielt. Die Warnstreiks auch in anderen Tarifbezirken gehen weiter. Am zweiten Tag in Folge nahmen laut Gewerkschaft rund 65.000 Menschen in mehr als 350 Betrieben teil. Für Donnerstag, der in vielen Ländern Feiertag ist, sind Proteste vor allem in Baden-Württemberg bei Daimler und Rolls Royce sowie erneut im Bezirk Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland) geplant.
«Wir streiken, bis wir ein Ergebnis haben.»
Ott sagte: «Beim Geld liegen wir noch weit auseinander. Einen baldigen Erfolg sehe ich im Moment noch nicht.» Die Warnstreiks will die Gewerkschaft unbefristet fortsetzen: «Wir streiken, bis wir ein Ergebnis haben.»
Mit Warnstreiks von 2100 Beschäftigten in 19 bayerischen Betrieben machte die IG Metall während der Verhandlungen weiter Druck. Kundgebungen gibt es bei ZF in Passau, Schneider Electric in Regensburg, Siemens in Cham und Luhe-Wildenau, Gutmann in Weißenburg und Magna in Markt Schwaben. Schwerpunkt der Warnstreiks waren heute aber die Tarifregionen Mitte (Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) und Küste.
Verhandlungen der Bezirke Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Mitte
Am Donnerstag folgen die Verhandlungen der Tarifbezirke Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Mitte. Kriselnde Autobranche - florierende Rüstungsindustrie Fast schon traditionell geht der erste Blick bei der Wahl eines Pilotbezirks nach Baden-Württemberg - Bayern war das letzte Mal 2013 am Zug.
Aber die Autobauer und ihre Zulieferer kämpfen mit Absatz- und Gewinnrückgängen. In Bayern und im Bezirk Küste spielt neben der Autobranche auch die Luft- und Raumfahrtindustrie eine Rolle. Dazu kommen in Bayern die gut laufende Rüstungsindustrie sowie die Elektroindustrie mit dem Schwergewicht Siemens.