Gleichzeitige bundesweite Streiks der Lokführer und des Lufthansa-Bodenpersonals haben den Bahn- und Luftverkehr in Bayern stark beeinträchtigt. Die Deutsche Bahn setzte am Donnerstag einen «Grundangebot» genannten Notfahrplan in Kraft. Das Unternehmen warnte Fahrgäste jedoch auf seinen Webseiten, dass es auch beim Grundangebot jederzeit zu kurzfristigen Fahrplanänderungen kommen könne. Der Streik im Fern- und Regionalverkehr der DB begann am Donnerstagmorgen um 2.00 Uhr und soll am Freitag um 13.00 Uhr enden.
Am Münchner Flughafen zieht der neuerliche Warnstreik des Lufthansa-Bodenpersonals hunderte Flugausfälle nach sich. Etwa 520 der rund 840 für Freitag geplanten Flüge entfallen nach Angaben der Flughafengesellschaft FMG. Ähnlich viele Annullierungen hatte es auch schon am Donnerstag gegeben. Reisende schienen gut informiert, denn am Terminal blieb es ruhig und es gab laut einem Sprecher des Flughafens keine langen Schlangen.
Die Bahn will im Fernverkehr längere Züge mit mehr Sitzplätzen einsetzen. Auf wichtigen DB-Verbindungen im bayerischen Regionalverkehr sollen zwar Züge fahren, aber in teils zwei- bis dreistündigem Abstand.