Die gesetzliche Rente liegt in Bayern nach einer Auswertung des DGB sehr häufig unter der Armutsschwelle von gut 1.300 Euro. Im Jahr 2023 bekamen demnach fast drei Viertel der Rentnerinnen und über 40 Prozent der Männer weniger als 1.200 Euro im Monat, wie der DGB-Landesverband in München mitteilte.
Frauen erhalten im Schnitt weniger als tausend Euro Rente
Männliche Neurentner in Bayern erhielten im Schnitt demnach 1.351 Euro im Monat, Frauen nur 905 Euro, ein Drittel weniger. Die stellvertretende Landesvorsitzende Verena di Pasquale betonte, dass es sich um Durchschnittswerte handelt. «Viele erhalten aber eben auch noch weniger als
diese ohnehin schon mageren Durchschnittswerte.» Armutsgefährdet ist in Deutschland nach amtlicher Definition, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens verfügt.
Die bayerischen Durchschnittsrenten liegen traditionell etwas unter dem bundesweiten Schnitt, ein Erbe der von der Landwirtschaft geprägten Vergangenheit, als es im heute wohlhabenden Südbayern nur wenig Industrie gab. Grundlage des alljährlichen Rentenreports sind die amtlichen Statistiken, die Zahlen für 2024 liegen noch nicht vor.