Zwei der führenden bayerischen Wirtschaftsverbände sind sich uneins in Sachen Feiertage. Die Vereinigung der bayerischen Wirtschaft (vbw) stößt mit ihrer Forderung nach Abschaffung eines Feiertags auf Widerspruch beim Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK): «Ich glaube nicht, dass das gesellschaftspolitisch durchsetzbar ist, und ich halte es auch nicht unbedingt für erforderlich», sagte BIHK-Präsident Klaus Josef Lutz.
Auf Arbeitnehmerseite widersprachen die Gewerkschaften der vbw: «Feiertagsstreichungen sind aus unserer Sicht grundsätzlich abzulehnen», sagte der bayerische DGB-Landesvorsitzende Bernhard Stiedl. «Eine solche Maßnahme geht ausschließlich zulasten der Beschäftigten, die ohnehin schon eine hohe Arbeitsbelastung tragen.»