Die bayerischen DGB-Frauen vergeben einen Negativpreis an Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU). Der Un-Gleichstellungspreis solle auf «anhaltende Versäumnisse» der Frauenbeauftragten der Staatsregierung hinweisen, hieß es vom DGB Bayern. Es gebe in Sachen Gleichstellung nach wie vor massiven Nachholbedarf.
«Schon oft war Ministerin Scharf für diesen Preis in der engeren Auswahl», sagte die stellvertretende Vorsitzende des DGB Bayern, Verena Di Pasquale. Diesmal führe an ihr aber kein Weg vorbei. Im Bayern herrsche nach wie vor großer Nachholbedarf: Der Frauenanteil im Landtag sei mit rund 25 Prozent auf ein historisches Tief bei der letzten Wahl gesunken. Außerdem gebe es in Bayern die bundesweit zweitgrößte Lohnlücke mit 21 Prozent zwischen Frauen und Männern.