«Es geschah überall» - unter diesem Motto gibt die App BayernHistory nun auch Einblicke in die Zeit des Nationalsozialismus. Über eine interaktive Landkarte lassen sich einzelne Orte in ganz Bayern ansteuern, zu denen es dann Material wie Texte, Fotos, Videos oder Audioaufnahmen gibt. Podcasts sollen zudem Geschichten von Opfern und Überlebenden erzählen. Das Projekt «NS-Erinnerungsorte» soll bei BayernHistory ab Donnerstag (8. Mai) verfügbar sein.
Sichtbarkeit statt Vergessen
Viele Erinnerungsorte kämpften um Sichtbarkeit und drohten in Vergessenheit zu geraten, erläutert Wolfgang Hauck von der KunstBauStelle in Landsberg am Lech die Idee hinter dem Projekt. Die App soll die Menschen nun auf diese Orte aufmerksam machen und zu einer Spurensuche anregen. Der Fokus liege auf der jungen Generation, um kritische Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu fördern und zivilgesellschaftliches Engagement zu stärken, erklärt Hauck. Wichtig ist den Machern auch eine möglichst barrierefreie und inklusive Umsetzung.