Bayerns Eichenwäldern droht in zwei bis drei Jahren der Kahlfraß, wenn sich die Raupen von Schwammspinnern massenhaft über die Bäume hermachen. Üblicherweise tritt eine Massenvermehrung der Schmetterlingsart alle acht bis zehn Jahre auf, zuletzt 2018 bis 2020. «Doch die Lage spitzt sich schon wieder zu», sagt der Biologe Hannes Lemme von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in einem Wald im unterfränkischen Wiesentheid bei Kitzingen.
Seit Jahrzehnten gibt es ein Schwammspinner-Monitoring, seit vergangenem Herbst wird auch der Frostspanner vermehrt beobachtet. Nun haben sich LWF-Wissenschaftler zusätzlich den Eichenwickler vorgenommen.
Franken war zuletzt deutlich mehr von den drei Schmetterlingsarten betroffen als der Rest Bayerns.