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Gedenkstätten von Auschwitz bis Buchenwald fordern Autonomie angesichts Rechtsruck

Für die Gedenkstätten zur Aufarbeitung des Nazi-Terrors ist es wichtig, dass sie ohne politische Vorgaben forschen und aufklären können. (Archivbild) / Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
Für die Gedenkstätten zur Aufarbeitung des Nazi-Terrors ist es wichtig, dass sie ohne politische Vorgaben forschen und aufklären können. (Archivbild) / Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

32 europäische Gedenkorte mahnen Schutz ihrer Unabhängigkeit und warnen vor Instrumentalisierung durch politischen Druck und autoritäre Bewegungen.

Angesichts des Rechtsrucks in Europa befürchten die Gedenkstätten zur Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus mehr Eingriffe in ihre Arbeit. 32 europäische Gedenkorte von Auschwitz bis Buchenwald betonten in einer gemeinsamen Erklärung, dass ihre Autonomie gewahrt bleiben müsse.

Es gebe immer weniger überlebende Opfer und Zeitzeugen. Deshalb falle es den Gedenkstätten zu, die Erinnerung wachzuhalten und «Entmenschlichung, Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit zu benennen und entgegenzuwirken».

Die Erklärung wurde unter anderem von den Gedenkstätten der Nazi-Konzentrationslager Auschwitz und Stutthof in Polen sowie den Gedenkstätten Dachau, Sachsenhausen und Bergen-Belsen in Deutschland unterzeichnet. Weitere Unterschriften kamen aus der Ukraine, Tschechien, Österreich, Italien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden.

Kein politischer und finanzieller Druck

Um unabhängig forschen und aufklären zu können, dürften die Gedenkstätten nicht politisch von lokalen, regionalen, nationalen oder europäischen Instanzen abhängig sein, hieß es. «Ihre akademische und praktische Autonomie
darf keinem politischen oder budgetären Druck unterliegen.»

Je weniger Zeitzeugen blieben, desto mehr beobachte man «Versuche autoritärer Bewegungen und Regierungen, die Stätten der nationalsozialistischen Verfolgung für ihre Interessen zu instrumentalisieren», sagte ein Sprecher der Gedenkstätte Buchenwald in Weimar. Unabhängigkeit und Wissenschaftlichkeit der Gedenkstätten müssten erhalten bleiben.

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