Archäologische Grabungen haben neue Erkenntnisse über das Leben in einem der größten Heerlager des Dreißigjährigen Krieges in Stein bei Nürnberg gebracht. Ein Grab gebe der Forschung dagegen weiterhin Rätsel auf, teilte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege in München mit.
«Die erste große Überraschung war, bei den Grabungen überhaupt mitten im Heerlager Wallensteins zu landen», erläuterte Leiterin der Abteilung Bodendenkmalpflege, Stefanie Berg. Die Grabungen waren wegen eines Neubaugebiets im Westen der Stadt nötig geworden. Dabei stießen die Fachleute auf Überreste des Lagers. Nun sei klar, dass sich dieses weiter nach Süden erstreckte als bisher angenommen, sagte Berg.