Bayern hat einen eigenen Regenwurm: Wissenschaftler haben bei Rotthalmünster im niederbayerischen Landkreis Passau eine Art entdeckt, die bisher weltweit einzigartig ist und deshalb den Namen Helodrilus bavaricus bekam: der bayerische Regenwurm. Den Forschern sei mit dem Fund eine kleine Sensation geglückt, erläuterte die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL).
Bayern-Wurm: Traum in Blassrosa
Die LfL-Wissenschaftler forschen seit Jahrzehnten zu Regenwürmern als Nützlingen für die Landwirtschaft. In Feldversuchen und auf Boden-Dauerbeobachtungsflächen werden dabei Regenwürmer gezählt, gewogen und ihre Arten bestimmt.
Die Entdeckung einer neuen Art sei der Traum vieler Biologen, so die LfL. Der Bayern-Wurm ist den Angaben zufolge eher unscheinbar: Er ist ausgewachsen wenige Zentimeter groß und blassrosa gefärbt.
Der Fund gelang auf dem Hof eines Landwirts, der seit fünf Jahren einen Acker mit Direktsaat bestellt, also ohne Bodenbearbeitung seit der vorangegangenen Ernte. Mit diesem bodenschonenden Bearbeitungsverfahren füttere und hege er Regenwürmer, erläuterte die LfL.