Mit einem eindringlichen Appell an den Stellenwert der Freiheit haben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bayerns Regierungschef Markus Söder in Memmingen eine der großen Ausstellungen zum Bauernaufstand vor einem halben Jahrtausend eröffnet. Die sogenannten Zwölf Artikel, die vor 500 Jahren in der Stadt aufgesetzt wurden, seien «keine Randglosse der deutschen Geschichte», sondern «ein herausragendes und bleibendes Zeugnis unserer Freiheitsgeschichte», sagte Steinmeier bei einem Festakt in der Kirche St. Martin.
Die Ausstellung im Haus der Bayerischen Geschichte erinnert an das zentrale Manifest der Bauern-Bewegung aus dem Jahr 1525. In den Artikeln werden Prinzipien wie Selbstbestimmung, Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe formuliert.
Über die Ausstellung hinaus sind in Memmingen und auch in etlichen anderen Orten bis in den Herbst hinein noch zahlreiche Veranstaltungen zu den Aufständen der Bauern vor einem halben Jahrtausend geplant - etwa Vorträge, Konzerte oder Theateraufführungen.