Die Grabungen auf einem riesigen Pestfriedhof in Nürnberg sollen noch in diesem Jahr Thema einer Ausstellung werden. Diese werde voraussichtlich im Herbst oder Winter für einige Zeit in der Innenstadt zu sehen sein, sagte Nürnbergs Stadtarchäologin Melanie Langbein. Eine größere Ausstellung zu den Funden sei aber erst geplant, wenn mehr wissenschaftliche Ergebnisse vorliegen.
Die Überreste von etwa 3.000 Toten aus dem 17. Jahrhundert haben die Fachleute im vergangenen Jahr in Massengräbern in Nürnberg freigelegt. «Damit handelt sich um den größten archäologisch dokumentierten Pestfriedhof in Deutschland», sagte Langbein. Unter den Toten sind Frauen, Männer und Kinder, die nach Ansicht der Fachleute 1632/33 während einer großen Pestwelle gestorben waren.