Die Zuckerrübenernte in Bayern ist nach vorläufiger Schätzung durchschnittlich ausgefallen. Während die Mengen im Nordwesten und im Raum Ingolstadt etwas schlechter seien, gebe es rekordverdächtige Erträge im Südosten, sagte Benjamin Kirchberger, Leiter der Rübenabteilung bei Südzucker in Plattling. Insbesondere rund um Augsburg und Plattling zeichneten sich die Rüben durch gute Zuckerwerte aus. Für die Landwirte hat die positive Ernte aber Konsequenzen: Sie sollen ihre Flächen 2026 reduzieren.
Die Südzucker AG habe an die Landwirte appelliert, im kommenden Jahr weniger Rüben anzubauen, so Kirchberger. In ganz Europa sei die Ernte heuer gut ausgefallen, so etwa in den Nachbarländern Polen, Belgien und Frankreich. Auch aus der Ukraine und durch Importe aus anderen Ländern kommt mehr Zucker in die EU. Obwohl bereits 2025 die Fläche europaweit um etwa zehn Prozent eingeschränkt wurde, gebe es in Europa ein Zucker-Überangebot.
Die Flächen in Bayern um 20 bis 25 Prozent zu reduzieren, sei eine Maßnahme, um die Preise zu stabilisieren. Landwirte bekämen eine Prämie, wenn sie ihren Rübenanbau für die kommende Saison verringern. Aktuell betrage die Fläche an Zuckerrübenfeldern im Freistaat rund 60.000 Hektar.