Dingolfing-Landau leidet von allen bayerischen Städten und Kreisen am stärksten unter den US-Zöllen. 1,08 Prozent der Bruttowertschöpfung gehen dort nach Berechnungen der Dresdner Niederlassung des Ifo-Instituts verloren. Das ist auch bundesweit der zweithöchste Wert. Immerhin neun Landkreise und zwei kreisfreie Städte können allerdings auf Zuwächse hoffen, wenn auch nur in minimalem Umfang.
Letztlich komme es auf die Wirtschaftsstruktur vor Ort an, heißt es vom Ifo. «Während Dienstleister vielerorts tendenziell profitieren und Marktanteile gewinnen können, sind die Verluste im verarbeitenden Gewerbe in einzelnen Kreisen gravierend», sagt Robert Lehmann, einer der Autoren der Studie. «Insgesamt könnten die Zölle mittelfristig zu einer Verschiebung der Wirtschaftsaktivität von Industrie zu Dienstleistungen führen.»