Ein öffentlicher Nahverkehr, der unkompliziert und rasch ans Ziel führt - auf dem Land ist das bislang kaum möglich. Ein neues Studienprojekt unter Federführung der Hochschule Hof soll nun neue digitale Werkzeuge entwickeln, um den ÖPNV auf dem Land attraktiver zu machen. Das Ziel sei «nicht trivial», sagte Richard Göbel, Forschungsgruppenleiter am Institut für Informationssysteme (iisys) der Hochschule.
«Wir versuchen, im ländlichen Raum die Möglichkeit für ein flächendeckendes ÖPNV-Mobilitätsangebot zu schaffen.» Den klassischen Linienverkehr einfach enger zu takten, bringe nichts. «Die Busse würden in der Regel leer fahren.»
In den vergangenen Jahren seien immer wieder Verbindungen mit bedarfsgesteuertem Verkehr installiert wurden. Inzwischen habe man über Apps und automatisierte Planung Möglichkeiten geschaffen, dass diese Angebote gut funktionieren und von immer mehr Menschen genutzt werden. Als Beispiel nannte Göbel den Hofer Landbus im Landkreis Hof. «Der Haken ist, dass dieser bedarfsgesteuerte Verkehr nur in begrenzten Räumen funktioniert. Man darf ein Bediengebiet nicht zu groß machen, sonst würden zu viele Leerfahrten entstehen.»