Der Streit um das Vergabeverfahren beim Bau des von Anwohnern lange ersehnten Kramertunnels bei Garmisch-Partenkirchen geht in eine weitere Runde. Das ursprüngliche Bauunternehmen hatte nach Streitigkeiten um Zahlungen die Arbeit eingestellt und gekündigt - will aber nun trotzdem am neuen Vergabeverfahren beteiligt werden.
Erneut muss sich ein Gericht damit befassen. Am 1. August verhandelt der Vergabesenat des Bayerischen Obersten Landesgerichts (BayObLG) über den Ausschluss des Unternehmens von dem Vergabeverfahren für die restlichen Bauarbeiten an der Innenschale des Tunnels, wie das Gericht mitteilte.
Mit dem Bau war 2019 eine Arbeitsgemeinschaft von Bauunternehmen (Arge) beauftragt worden. Zwischen ihr und dem staatlichen Bauamt Weilheim als öffentlichem Auftraggeber kam es aber zum Streit über Abschlagszahlungen und zusätzliche Mehrkosten, die das Unternehmen geltend machte. Im Zuge des Streits hatte die Firma im vergangenen Jahr den Werkvertrag gekündigt und die Baustelle verlassen. Der Weiterbau des Tunnels verzögerte sich.