Stille. Nur ein paar Vögel sind zu hören. Und dann: zwei komplett ineinander verkeilte Züge. «Es sah aus, als wäre es ein Zug, der in der Mitte detoniert war», erinnert sich Wolfram Höfler. «Vögel haben gezwitschert, ansonsten völlige Ruhe, kein Schreien – nichts.»
Die Szenerie hat sich bei ihm eingebrannt. Der Feuerwehrkommandant war als Einsatzleiter einer der ersten Helfer, die vor zehn Jahren nach dem verheerenden Zugunglück im bayerischen Bad Aibling am Unfallort eintrafen. Mit zwölf Toten und 89 Verletzten war der Crash vom 9. Februar 2016 eines der schwersten Zugunglücke in Deutschland.