Trotz der nachweislichen Vorteile für den Klimaschutz bleibt der Ausbau der Wasserkraft in Bayern umstritten. Wie schon an der Salzach im bayerisch-österreichischen Grenzgebiet formierte sich auch gegen ein geplantes Wasserkraftwerk am Lech in der Nähe von Augsburg Widerstand von Umweltschützern.
Der Bund Naturschutz in Bayern (BN), der bayerische Landesfischereiverband sowie der Landesbund für Vogel- und Naturschutz (LBV) verlangten am Donnerstag von dem Energiekonzern Uniper ein Ende der Planungen für das Projekt. «Ein neues Wasserkraftwerk im Naturschutzgebiet ist der falsche Weg. Hier hat der Naturschutz Vorrang», sagte der BN-Landesvorsitzende Richard Mergner.
Nach Ansicht der drei Verbände sollte das Unternehmen eher bestehende Wasserkraftwerke optimieren. Generell stehen Naturschützer seit vielen Jahren neuen Wasserkraftturbinen ablehnend gegenüber. Uniper hingegen erklärte, dass für das am Lech geplante Kraftwerk keine so großen Eingriffe in den Fluss nötig seien wie bei anderen Wasserkraftwerken.