Viel Sonne, wenig Regen - was Ausflügler freut, bereitet den Bauern Sorge. Die Getreideernte wird voraussichtlich geringer ausfallen als sonst. Die Hitzewelle ab Ende Juni habe die Erntesaison bereits eingeläutet, sagte der Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, Günther Felßner, bei der traditionellen Erntefahrt mit Landwirtschaftsministerin Michael Kaniber (CSU) im Landkreis Freising. «Auch das Anbaujahr 2025 ist wieder einmal von extremem Wetter geprägt», sagte Felßner. Man gehe von einer regional sehr heterogenen und insgesamt unterdurchschnittlichen Ernte aus.
In Deutschland werde eine Getreideernte von rund 40,1 Millionen Tonnen erwartet, fünf Prozent weniger als im Zehnjahresschnitt, erläuterte Kaniber laut Redemanuskript. «Es war witterungstechnisch wieder ein sehr schwieriges Jahr für unsere Bäuerinnen und Bauern. Der täglich mehrfache Blick auf verschiedene Wetter-Apps – er war häufig enttäuschend: wieder kein Regen.» Jeder extreme Hitze-Tag führe zu 50 bis 100 Kilogramm weniger Ertrag pro Hektar. «Das sind pro Tag circa 2.000 Semmeln, die einfach mal weg sind.»