Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet und das Bayernwerk als Verteilnetzbetreiber wollen das bayerische Chemiedreieck besser an das Stromnetz anschließen. Der steigende Strombedarf dort erfordere einen Ausbau der Strominfrastruktur, teilten Tennet und Bayernwerk am Mittwoch mit. Auf dem Weg hin zur Klimaneutralität werden die Firmen künftig deutlich mehr elektrische Energie benötigen.
Tennet plant eine neue 380-Kilovolt-Höchstspannungs-Freileitung zwischen Burghausen und Simbach am Inn, je ein neues Umspannwerk in Burghausen und Simbach sowie eine neue Schaltanlage bei der Gemeinde Zeilarn. Die Bayern Bayernwerk Netz wiederum will das 110-Kilovolt-Hochspannungsnetz in der Region erneuern und erweitern und zwei Umspannwerke neu bauen.
Das Bayernwerk beginnt dieses Jahr mit Bauarbeiten. Tennet nimmt die Suche nach Standorten für die Umspannwerke und die Planung eines Trassenkorridors auf. Die Bürger sollten frühzeitig informiert werden, hieß es.
Die Netzausbaupläne basieren den Angaben zufolge auf Strombedarfsprognosen der Wacker Chemie AG, der OMV Deutschland GmbH und des Chemieparks Gendorf. Um die Energiewende voranzutreiben und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren, setzten die Unternehmen im Chemiedreieck auf die Transformation ihrer Industrieprozesse. Im Fokus steht dabei die Elektrifizierung.