Es ist eines der Schlüsselprojekte der Energiewende: Im thüringischen Wasungen wird heute der offizielle Baustart der Stromautobahn Suedlink eingeläutet. Auf 75 Kilometern Länge von Gerstungen im Wartburgkreis bis Mellrichstadt im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld in Bayern sollen insgesamt vier Stromkabel verlegt werden, sagte TransnetBW-Projektsprecher Kevin Zdiara der Deutschen Presse-Agentur. Hinzu komme ein Glasfaserkabel, über das die betroffenen Regionen künftig an schnelles Internet angeschlossen werden können.
Sichtbar seien zunächst «viele Punktmaßnahmen» entlang des gesamten Trassenverlaufs, so Zdiara. Dabei gehe es vor allem um Horizontalbohrungen überall dort, wo etwa Straßen, Gewässer, aber auch Naturschutzbereiche unterquert werden müssten. «Wir machen die zuerst, weil die am längsten dauern», so Zdiara. Tatsächliche Erdarbeiten wie das Ausheben von Gräben würden voraussichtlich frühestens im Januar 2026 beginnen.
Erste Baugrunduntersuchungen und Vorbereitungsarbeiten hatten bereits wenige Tage nach Vorliegen der Baugenehmigung Anfang Oktober in der Gemeinde Rhönblick (Kreis Schmalkalden-Meiningen) begonnen.