Nach der Ankündigung des Autozulieferers Preh zum Abbau von 420 seiner 1700 Arbeitsplätze am unterfränkischen Standort Bad Neustadt an der Saale will Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) die Region besuchen. Er wolle nach neuen Chancen für die betroffenen Beschäftigten und die Wirtschaftsregion suchen, teilte sein Ministerium am Dienstagabend mit. Ziel sei nicht nur, die Hauptverwaltung und das Entwicklungszentrum zu halten, sondern auch die industriellen Strukturen und einschlägigen Fertigungs-Know-hows im Landkreis Rhön-Grabfeld zu sichern.
«Der Arbeitsplatzabbau von Preh verstärkt die Probleme in der Region, diese Fälle häufen sich. Es ist ein fatales Signal, wenn jetzt ein Hersteller von Bauteilen für Elektroautos Mitarbeiter entlassen muss», sagte Aiwanger laut Mitteilung. «Es ist gut für die Belegschaft von Preh, dass der Arbeitsplatzabbau sozialverträglich ist, aber es ist schlecht für die Region, wenn Arbeitsplätze für immer verschwinden, und das bei einem seit 100 Jahren ansässigen Betrieb.»