Bei Urlaubsfahrten nach Südeuropa ist wegen der Schäden durch Unwetter in der Schweiz in den kommenden Wochen mit Staus und Engpässen zu rechnen. Empfehlenswert sei eine weiträumige Umfahrung der Schweiz, sagte Verkehrsminister Alber Rösti am Dienstag in Bern.
Ein Stück der Autobahn 13 entlang der San-Bernardino-Route in der Ostschweiz war durch Hochwasser am Freitagabend zerstört worden. Der Verkehr ist gesperrt. Noch im Juli solle dort aber wenigstens eine Fahrbahn in beide Richtungen repariert sein, bekräftigte Rösti. Auf der Alternativroute durch den Gotthard-Straßentunnel wird die Sperrung in der Nacht aufgehoben, um mehr Verkehr zu ermöglichen. Am Nord- und Südportal des Tunnels gibt es aber ohnehin oft im Sommer Staus. Die Schweizer Bahn will auch mehr Züge einsetzen, in der Hoffnung, dass mehr Reisende auf die Schiene umsteigen.
Wie Reisende Staus umgehen können
Infrage komme für Reisende der Brenner in Österreich, sagte Lorenzo Quolantoni, Sprecher des Bundesamts für Straßen (Astra), der Deutschen Presse-Agentur. «Es kann auch jeder einzelne etwas dazu beitragen, Staus zu vermeiden», sagte er. «Zum Beispiel, indem man seine Fahrt nicht in die Stoßzeiten oder auch in die Nacht verlegt.»