Nach der unfreiwilligen Übernachtung Hunderter Passagiere in Flugzeugen am Münchner Flughafen hat die Staatsanwaltschaft Landshut einen Prüfvorgang angelegt. Der Polizeibericht zum Vorfall sei am Morgen eingegangen, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde. Zum Inhalt könne er aber «angesichts der laufenden Prüfung keine Angaben machen».
«Unbeteiligter Dritter» hatte Prüfung gefordert
Die Polizei war tätig geworden, nachdem ein «wohl unbeteiligter Dritter» eine Prüfung der Vorgänge angeregt hatte, hatte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mitgeteilt. Dieser Antrag sei über ein Kontaktformular beim Landeskriminalamt (LKA) in München eingegangen. Anzeigen von betroffenen Passagieren gingen nach Polizeiangaben zunächst nicht ein. Worum es in dem Antrag geht und ob etwaige Straftatbestände untersucht werden, teilte die Polizei auch auf Nachfrage nicht mit.
Die Lufthansa hatte bereits mitgeteilt, dass die Betroffenen eine finanzielle Entschädigung erhalten sollen. Fünf der sechs betroffenen Flüge zählten zur Lufthansa Group. Sowohl die Fluggesellschaft als auch der Flughafen hatten sich für die «unzumutbare Situation» entschuldigt.