Sixt ist im ersten Quartal in die Verlustzone gerutscht und muss seine Prognose kappen. Unter dem Strich schrieb der Autovermieter aus Pullach bei München ein Minus von 23,1 Millionen Euro, wie er am Freitag mitteilte. Das war rund 45 Millionen Euro schlechter als im Vorjahreszeitraum. Schuld sind dem Unternehmen zufolge insbesondere höhere Fahrzeugkosten.
Ursache dafür sind gefallene Restwerte - vor allem bei Elektroautos. Diese führen dazu, dass Sixt seine Mietwagen nach der Nutzung schlechter verkaufen kann. Die Entwicklung habe sich jüngst sogar noch weiter verstärkt. Zudem belasteten schlechte Konjunkturaussichten, hohe Zinsen und sinkende Marktpreise in einigen Regionen das Unternehmen.
Dennoch will Sixt bereits im laufenden zweiten Quartal zurück in die schwarzen Zahlen kommen. Der Vorsteuergewinn soll auf 60 bis 90 Millionen Euro steigen. Einerseits ist das erste Quartal beim Vermieter typischerweise schwach, andererseits arbeite man «bereits seit Anfang des Jahres unternehmensweit konsequent daran, in allen Bereichen, die wir beeinflussen können, Kosten zu optimieren und unsere Effizienz weiter zu steigern», wie der scheidende Finanzchef Kai Andrejewski sagte.