Große Teile der Holzverarbeitung der insolventen Ziegler Group mit Hunderten Mitarbeitern sind gerettet. Der fränkische Holzkonzern Rettenmeier übernimmt das Geschäft und etwa 650 Mitarbeiter, wie Insolvenzverwalter Volker Böhm von Schultze & Braun mitteilte.
Die Ziegler Logistik konnte dagegen nicht gerettet werden. Sie stellt den Geschäftsbetrieb ein, rund 300 Mitarbeiter erhalten die Kündigung. Für weitere Bereiche läuft der Investorenprozess noch.
Rettenmeier übernimmt laut Böhm vier insolvente und zwei kleine nicht insolvente Geschäftsbetriebe. Alle Standorte sollen erhalten bleiben, ebenso der Großteil der Jobs. In der größten übernommenen Gesellschaft, der Ziegler Holzindustrie, sind es 516 von ursprünglich 665 Mitarbeitern.
Rettenmeier gehöre in der Holzverarbeitungsbranche zu den führenden deutschen Anbietern und verfüge «deshalb über das nötige Know-how, um die erworbenen Betriebe zurück in die Erfolgszone zu führen», betonte Böhm. Sie seien dort in «sehr guten Händen». Den Verkauf sieht Böhm als großen Erfolg.