Der Ausgang des Rechtsstreits um den Ausbau des Frankenschnellwegs in Nürnberg ist weiter offen. Vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in München wurden am Donnerstag zwei Klagen gegen das Verkehrsprojekt verhandelt. Eine Entscheidung soll nun innerhalb von 14 Tagen auf dem Schriftweg erfolgen, wie ein Gerichtssprecher im Anschluss sagte.
Der Bund Naturschutz (BN) und ein Anwohner möchten mit ihren Klagen den von der Stadt geplanten kreuzungsfreien Ausbau des Frankenschnellwegs verhindern. Konkret richten sie sich gegen den Planfeststellungsbeschluss des Freistaats. Um den Ausbau des staugeplagten innerstädtischen Verlaufs der Autobahn 73 besteht in Nürnberg seit vielen Jahren ein Disput. Der Streckenabschnitt ist zudem sanierungsbedürftig.
Die Kläger bemängeln, ein Ausbau würde noch mehr Autos auf die Nürnberger Straßen locken und die zeitweise zu hohen Stickoxidwerte der Luft in Nürnberg noch weiter verschlechtern. Zudem kritisiert der BN die seiner Ansicht nach zu hohen Kosten für eine Umsetzung.