Die Traditionsmodelle von dem, was man früher «Turnschuhe» nannte, sind zu einem Wegweiser für den Erfolg einer ganzen Industrie geworden. Adidas, Nummer zwei der Branche hinter dem US-Giganten Nike, hat mit konsequent wieder aufgelegten Modellen wie dem Tennisschuh «Stan Smith», vor allem aber dem «Samba» und der «Gazelle» Riesenerfolge in aller Welt.
Lokalrivale Puma, mit deutlichem Abstand weltweit die Nummer drei im Sportartikelgeschäft, hinkt hinterher. Der Versuch, mit dem «Speedcat», einem Erfolgsmodell der Nullerjahre, gegenzuhalten, ist mehr oder weniger gescheitert. Der Low-Profile-Schuh mit ganz flacher Sohle geht vor allem in Asien, in anderen Märkten herrscht Flaute. «Die Absätze bleiben hinter den Erwartungen», muss der neue Puma-Vorstandschef Arthur Hoeld, ehedem bei Adidas unter Vertrag, nun konstatieren. Bei Bekleidung sieht es noch deutlich ungünstiger aus als bei Schuhen.
Drei Wochen nach seinem Start an der Spitze des Puma-Managements muss Hoeld harte Wahrheiten verkünden: Die Umsätze im ersten Halbjahr 2025 sind eingebrochen, das Unternehmen rutscht in die Verlustzone. Eine Erholung ist bis Jahresende nicht ansatzweise in Sicht, im Gegenteil: Am Ende des Jahres werde ein Verlust stehen, der Umsatz werde um einen zweistelligen Prozentsatz unter dem des Vorjahres liegen. Und noch weiter: Auch 2026 werde nur ein Übergangsjahr sein. Erst danach soll es auch bei Puma wieder besser werden.