Der Sportartikelhersteller Puma hat im vergangenen Jahr den größten Verlust seiner fast 80-jährigen Firmengeschichte eingefahren. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag in Höhe von 643,6 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 280,7 Millionen Euro im Vorjahr. Nach Angaben von Vorstandschef Arthur Hoeld wird auch das laufende Jahr 2026 noch Verluste bringen, ehe das Unternehmen 2027 zu Wachstum zurückkehren will.
Nummer drei als Ziel
Perspektivisch will Puma wieder die Nummer drei der Sportartikel-Welt hinter dem US-Branchenführer Nike und dem fränkischen Lokalrivalen Adidas werden. Derzeit ist die Marke mit der Raubkatze im Logo im Branchenranking abgerutscht und wurde von Marken wie Skechers (USA) oder dem eigenen neuen Großaktionär Anta Sports überholt.
«2025 war für uns ein Reset-Jahr. Unser Ziel ist es, Puma als eine Top-3 Sportmarke weltweit zu etablieren, wieder über dem Branchendurchschnitt zu wachsen und mittelfristig gesunde Gewinne zu erzielen», betonte Hoeld.
Hoeld hatte nach der Übernahme des Chefpostens von Arne Freundt im vergangenen Jahr ein striktes Restrukturierungsprogramm aufgelegt. Das sieht unter anderem den Abbau immenser Produkt-Überkapazitäten vor. Zuletzt hatte das Unternehmen stark damit zu kämpfen, das seine Produkte von Händlern zu Niedrigpreisen verramscht wurden.