Beim Rückbau des stillgelegten Kernkraftwerks Isar 2 in Niederaichbach (Landkreis Landshut) hat es eine Panne gegeben. Der Vorfall, bei dem ein herabfallendes Metallteil einen Schaden verursacht habe, sei der Atomaufsichtsbehörde gemeldet worden, sagte Kraftwerksleiter Carsten Müller am Dienstagabend. Die Baustelle ruhe seither und die Panne werde aufgearbeitet. Erst danach könne der Rückbau fortgesetzt werden.
Von den drei Meldestufen fiel dieses Ereignis den Angaben nach in die Kategorie «normal». Das bedeutet, dass der Vorfall binnen fünf Tagen gemeldet werden muss. In der Kategorie «eilt» muss ein Vorfall innerhalb von 24 Stunden und in der Kategorie «sofort» muss er umgehend gemeldet werden.
Müller zufolge fiel bei der unter Wasser stattfindenden Zerlegung der Einbauten im Reaktordruckbehälter ein etwa 800 Kilogramm schweres Metallstück in das Becken. Das Metallteil habe die innere Auskleidung des doppelwandigen Beckens beschädigt. Durch den Riss seien «wenige Kubikmeter Wasser» in den Zwischenraum zwischen der inneren und äußeren Beckenwand gelaufen. Dieses Wasser sei aufgefangen und der Riss abgedichtet worden.