Die Kaufkraft der Menschen in Bayern ist so hoch wie noch nie seit der Wiedervereinigung. 2024 - aktuellere Zahlen gibt es noch nicht - lag sie um rund ein Fünftel höher als im Jahr 1991, wie das Landesamt für Statistik mitteilte. Auch die zwischenzeitlichen Kaufkraftverluste der Jahre 2020 und 2021 sind inzwischen wieder aufgeholt. Die vorübergehend hohe Inflation sei durch «kräftig steigende Löhne und Renten» ausgeglichen worden.
2024 hatten die verfügbaren Einkommen nominal um 3,1 Prozent zugelegt. Die Inflation lag mit 2,5 Prozent darunter, sodass die Kaufkraft um gut ein halbes Prozent zulegte. Treiber waren vor allem die Arbeitseinkommen und soziale Leistungen wie Renten, die deutlich zulegten. Die Einkommen aus Vermögen sanken dagegen leicht.
Das verfügbare Einkommen gilt laut Landesamt als besonders aussagekräftiger Indikator für den materiellen Wohlstand der Bevölkerung. Es enthält neben Erwerbs- und Vermögenseinkommen auch Sozialleistungen von der Rente über das Arbeitslosengeld und die Grundsicherung bis hin zum Kindergeld, berücksichtigt aber auch Steuern und Sozialabgaben.