Beim zahlungsunfähigen Elektroflugzeughersteller Lilium hat der vorläufige Insolvenzverwalter das Ruder übernommen. Das Amtsgericht Weilheim hat den Rechtsanwalt Robert Hänel bestellt, wie dessen Kanzlei Anchor Rechtsanwälte mitteilte. Das Gericht veröffentlichte eine entsprechende Mitteilung.
Hänel will Verbleib der versprochenen Millionen nachspüren
Hänel ist nun erst einmal damit beschäftigt, sich einen Überblick über die verworrene Lage bei Lilium zu verschaffen. Laut Mitteilung der Geschäftsleitung sollen die Investoren nach wie vor an einer Fortführung interessiert sein, wie Hänel schrieb. Demnach ist das von den Investoren zugesagte Geld vorhanden, der Transfer auf Konten von Lilium bislang aber wegen «technischer Probleme» nicht erfolgt.
Lilium hatte vergangene Woche zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate Insolvenz angemeldet, weil die von einem Investorenkonsortium versprochenen 200 Millionen Euro zur Rettung der Start-up-Firma nicht zusammenkamen. Als ein Hauptgeldgeber hatte der slowakische Unternehmer Marian Bocek zugesagt, doch dessen Beitrag blieb dem Vernehmen nach aus. Bocek wollte laut einer früheren Meldung der «Bild»-Zeitung 150 Millionen Euro beisteuern.