Nach der abermaligen Auslage aller Unterlagen zum geplanten Gips-Bergwerk von Knauf in Unterfranken sind hunderte weitere Einwendungen gegen das Vorhaben beim Bergamt Nordbayern eingegangen. Zu den bisher mehr als 3.000 Einwendungen sei noch eine niedrige vierstellige Zahl hinzukommen, teilte eine Sprecherin der Regierung von Oberfranken in Bayreuth mit, genauere Zahlen wurden zunächst nicht bekannt. «Die bisherigen Stellungnahmen thematisieren überwiegend die Sorge um das Grund- und Trinkwasser sowie die Belastung durch den vorhabenbedingten Lkw-Verkehr.»
Mit Ablauf des Donnerstags endet die Frist, Stellungnahmen und Einwendungen zu dem Projekt beim Bergamt abzugeben, das für Franken und die Oberpfalz zuständig ist.
Wann die bei der Regierung von Oberfranken angesiedelte Behörde über den Antrag Knaufs befinden wird, ist nicht absehbar. «Die Entscheidung wird nach sorgfältiger Prüfung getroffen und aufgrund des sehr komplexen Sachverhalts entsprechende Zeit benötigen», hieß es.
Das Unternehmen möchte etwa 2027 mit dem Abbau beginnen. Das Bergwerk soll sich über rund 7,1 Quadratkilometer erstrecken. Knauf rechnet mit einem Gipsvorkommen von rund 100 Millionen Tonnen, etwa 48 Millionen Tonnen seien abbaufähig.