Am Morgen nach der deutschlandweiten Störung bei der Deutschen Bahn (DB) haben einige Fahrgäste eine ziemlich lange Nacht hinter sich. «Wir waren jetzt mehr als elf Stunden in dem Zug drin», sagt Cziczi, als er am Berliner Hauptbahnhof aus dem ICE steigt. In Mannheim sei er am Dienstagabend mit seinen Freunden in den Zug gestiegen.
«Wir hätten um 1.54 Uhr ankommen sollen und sind jetzt um 7.38 Uhr angekommen.» Das Zugpersonal hätte sie auf dem Laufenden gehalten. Was wirklich passiert sei, hätten sie aber im Internet durch eine kurze Google-Suche erfahren.
Eine deutschlandweite Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R hatte bei der DB am Dienstagabend für rund zwei Stunden Stillstand verursacht. Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wird davon ausgegangen, dass ein fehlerhaftes Software-Update das Problem verursacht hat. Hinweise auf einen Cyberangriff als Ursache wurden nach dpa-Informationen nicht festgestellt.
Die Deutsche Bahn habe einen Angriff schon relativ früh für sehr unwahrscheinlich gehalten, hieß es. Etliche Reisende waren von den Ausfällen betroffen. Kurz nach Mitternacht wurde das Problem behoben. Gegen 0.30 Uhr fuhren die ersten Züge wieder. Danach lief der Verkehr am frühen Morgen Schritt für Schritt wieder an.