Die Deko-Kette Depot ist erneut in finanzielle Schieflage geraten. Die GDC Deutschland GmbH hat beim Amtsgericht Aschaffenburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt, wie eine Gerichtssprecherin bestätigte.
Geschäftsführer Christian Gries will das Unternehmen sanieren. «Wir wollen auf jeden Fall weitermachen und möglichst viele Filialen erhalten», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Als Gründe für die Insolvenz nannte er neben Zöllen und der wachsenden Online-Konkurrenz durch Plattformen wie Temu auch die Kaufzurückhaltung. «Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise.» Preisreduzierungen seien jedoch auf Dauer kein Mittel, um ein rentables Geschäft zu führen.
Gries rechnet mit weiteren Filialschließungen. «Eine genaue Zahl können wir noch nicht sagen.» Man werde «alles auf den Prüfstand stellen» und Gespräche mit den Vermietern führen. Zudem soll das Konzept von Depot angepasst werden.