Vor einem Jahr hat die Bundeswehr bei Airbus 62 leichte Mehrzweck-Hubschrauber für 2,5 Milliarden Euro bestellt - am Montag bekommt Verteidigungsminister Boris Pistorius im bayerischen Donauwörth das erste Exemplar übergeben. Bis 2028 soll das Unternehmen den Heeresfliegern und der Luftwaffe die restlichen Maschinen vom Typ H145-M ausliefern und die Piloten schulen. Der Vertrag umfasst auch die Wartung für sieben Jahre.
Der H145 wird in Deutschland und anderen Ländern vor allem als Rettungs- und Polizeihubschrauber eingesetzt. Von den 2.000 seit 1979 gebauten Exemplaren werden 1.450 zivil verwendet. Die Bundeswehr hat schon 24 Maschinen als Transporthubschrauber für Soldaten der Spezialkräfte und als Rettungsflieger. Die meisten der 62 neuen Maschinen will sie aber als leichte Kampfhubschrauber anstelle des größeren und teureren Kampfhubschraubers Tiger einsetzen.
Größter Einzelkunde für diesen Airbus-Hubschrauber ist das US-Militär: Es hat rund 500 Maschinen gekauft und setzt sie als unbewaffnete Aufklärungs- und Trainingshubschrauber ein.