Bayerns Wälder sind heuer so gut gegen die Borkenkäferplage gewappnet wie seit langem nicht. Die Ausgangslage sei besser als im gesamten zurückliegenden Jahrzehnt, teilten die Bayerischen Staatsforsten mit. «Wir konnten die Schadholzmengen im Vergleich zu den Vorjahren drastisch reduzieren», erläuterte Vorstand Rudolf Plochmann in Regensburg. Durch günstige Witterungsbedingungen und das große Engagement der Beschäftigten habe die Ausgangspopulation an Borkenkäfern deutlich gesenkt werden können.
Die Staatsforsten hatten in den vergangenen Jahren systematisch versucht, möglichst sämtliche Käferbäume aus dem Wald zu bringen. «Das Suchen und Finden in den Herbst- und Wintermonaten ist enorm wichtig, da die Borkenkäfer zu einem großen Teil unter der Rinde der Bäume und nicht im Boden überwintern», schilderte Plochmann. Wenn die Rinde herunterfalle, wanderten die Borkenkäfer in den Boden und seien nicht mehr greifbar.
Entscheidend für die bevorstehende Borkenkäfersaison wird den Angaben zufolge aber auch die Entwicklung der Niederschläge werden. «Eine gute Wasserversorgung der Fichten ist das A und O für deren Widerstandskraft gegen die Angriffe von Borkenkäfern.» Durch die aktuell kühle Witterung – besonders in den Nächten – habe bisher der erste Schwärmflug der Borkenkäfer noch nicht stattgefunden. Die Käfer werden ab ca. 16,5 Grad und einer Tageslichtlänge von 14 Stunden aktiv.