Der vor allem für seine Gips-Produkte bekannte fränkische Baustoffhersteller Knauf scheitert vorerst mit dem Versuch, sein Russland-Geschäft abzustoßen. Die seit mehr als einem Jahr intensiv geführten Gespräche seien nicht in eine Vereinbarung gemündet, teilte Knauf im unterfränkischen Iphofen (Landkreis Kitzingen) mit. Der Verhandlungspartner habe die Gespräche abgebrochen. Um wen es sich bei dem Kaufinteressenten gehandelt hatte, teilte Knauf nicht mit.
Lokales Management führt Geschäft
Einer früheren Mitteilung zufolge beschäftigt Knauf in Russland rund 4.000 Mitarbeiter und damit knapp zehn Prozent seiner weltweiten Belegschaft. Eine aktuelle Zahl nannte Knauf zunächst nicht. Das Unternehmen stehe weiter zu seinem Plan, sich nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine aus dem Land zurückzuziehen. Die Geschäfte würden vom lokalen Management geführt. Es flössen keine Gewinne aus dem Russland-Geschäft der Knauf-Gruppe zu. Unterdessen soll ein neues Geschäft in der Ukraine aufgebaut werden.