Acht Tage nach der Freigabe durch das Bergamt Südbayern haben die Bauarbeiten am künftigen Bohrplatz begonnen. Bagger und Bauarbeitern starteten mit der Vorbereitung des Areals zwischen Wiesen und einem Waldstück. Die Firma Genexco will - trotz zahlreicher Proteste - auf dem Gelände in der Gemeinde Reichling (Landkreis Landsberg am Lech) unweit des auch bei Touristen beliebten Ammersees nach Erdgas bohren. Das Unternehmen vermutet in rund 3.000 Metern Tiefe relevante Gasvorkommen.
Genexco verteidigt Gasförderpläne als Beitrag zum Klimaschutz
Unterstützt werden die Kritiker von den Umweltorganisationen Greenpeace und Bund Naturschutz, die ebenfalls eine Gasförderung in Bayern kategorisch ablehnen: «Diese Gasbohrungen verlängern die Abhängigkeit des Freistaats von fossilen Brennstoffen. In Zeiten einer sich beschleunigenden Erderhitzung samt zerstörerischer Überschwemmungen und Stürme absolut unverantwortlich», sagte Saskia Reinbeck von Greenpeace. Bayern habe ein riesiges Potenzial bei sauberer Energie aus Wind und Erdwärme, der Freistaat brauche keine riskanten Gasbohrungen.
Das Unternehmen Genexco Gas verteidigt die Gasförderpläne. Regionales Gas schone - verglichen mit importiertem Flüssiggas - Geldbeutel und Klima.
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